Aktuelles

StLF 2025 Trebur

Gemeinde Trebur erhält neues Staffellöschfahrzeug 20/25 nach Technischer Richtlinie Hessen

Ein Staffellöschfahrzeug 20/25 nach Technischer Richtlinie Hessen erhielt die Gemeinde Trebur aus dem MAGIRUS Brandschutz Excellence Center in Ulm. Die Gemeinde Trebur beschaffte das Staffellöschfahrzeug mit 2.700 Liter Wassertank für die Ortsteilwehr Geinsheim.
Als Fahrgestell fand ein einzelbereiftes IVECO MAGIRUS Eurocargo FF 150 E 30 W mit automatisiertem-Schaltgetriebe Euro Tronic, 220 kW / 299 PS Motorleistung mit Euro 5 Abgasnorm und 14.500 kg zulässigem Gesamtgewicht Verwendung. Das viertürige Gruppenfahrerhaus bietet ausreichend Platz für Maschinist und Staffelführer sowie der Staffelmannschaft inklusive derer persönlicher Schutzausrüstung und diverser Ausrüstungsgegenstände. Ein Ablagekasten mit Schreibplatte ist zwischen Fahrer- & Beifahrersitz montiert. Dieser dient aufgeklappt als Schreibunterlage. Im Ablagekasten sind Schienen für Hängeordner (z. B. Sonderalarmpläne oder Feuerwehrlaufkarten) vorhanden. Die hydraulischen PA-Lagerungen in Fahrtrichtung (integriert in die Rückwand durch eine Hutze) und entgegen der Fahrtrichtung sind für vier Atemschutzgeräteträger geeignet. Als Beleuchtung für den Mannschaftsraum dienen vier LED-Leuchten. Zwei sind in weißer Ausführung und für die Nachtfahrten wurde für den Fahrer blendfreies grünes Licht verbaut.
Der feuerwehrtechnische Alufire3-Aufbau erfolgte bei MAGIRUS im Brandschutz Excellence Center in Ulm. Die tiefgezogene Bauweise vor und hinter der Hinterachse wurde mit einem dreiteiligen Aufbau und sieben Geräteräumen sowie zwei Traversenkästen realisiert. Über der Hinterachse sind links und rechts ausklappbare Kotflügel als Auftritte montiert.
Das Gruppenfahrerhaus in Ganzstahlbauweise wurde lackiert, der Aufbau mittels 3M Folie beklebt – beides in der Farbe RAL 3000 (Feuerrot).
Als zusätzliche Sicherheitsausstattung erhielt das Fahrzeug ein MAGIRUS Rückwarnsystem (Verkehrswarnanlage) , die obligatorische LED-Umfeldbeleuchtung, welche sich auch bei Rückwärtsfahrten einschalten lässt und eine Rückfahrkamera die über das MAGIRUS HMI im Fahrerhaus angezeigt wird.
Als Sondersignalanlage wurde eine Martinshornanlage mit vier Schallbechern, Rundumkennleuchten B2 auf dem Fahrerhausdach, Frontwarnleuchten Sputnik-Nano im Kühlergrill und dritte Rundumkennleuchten Power LED von Magirus/Hänsch im Fahrzeugheck links / rechts als Designkonsolenelemente verbaut. Alle Leuchten selbstverständlich in moderner LED-Technik. Da das Fahrzeug auch in den weitläufigen hessischen Ried zum Einsatz kommt, wurde die Sondersignalanlage mit einem Abweiser gegen Astschlag geschützt. Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen befindet sich am Aufbauheck ein Lichtmast mit sechs Xenon Scheinwerfern (4 x Fern, 2 x Nah), welcher über das 24 Volt Bordnetz betrieben wird und eine Lichtpunkthöhe von etwa 5.600 mm über Flur hat.

Die zweistufige MAGIRUS Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10 / 2000 mit vollautomatischer Primatic Entlüftungseinrichtung, Pumpenvollautomatik und automatischer Tankfüllstandsregulierung – versorgt durch einen innenliegenden 2.700 Liter Wassertank – wurde im Heck des Fahrzeugs verbaut. Die Pumpe versorgt drei B-Abgänge – jeweils seitlich links/rechts und hinten. Als Orientierung für den Maschinisten wurde das MAGIRUS Farbleitsystem im Pumpenraum verwendet (Druckabgänge in rot, Saugeingang/Tankfüllleitung in blau). Zwei Faltschlauchschnellangriffseinrichtungen jeweils links und rechts stehen zur Außenbrandbekämpfung zur Verfügung.

Die löschtechnische Ausstattung entspricht ebenso wie die feuerwehrtechnische Beladung der Technischen Richtlinie Hessen 2007. Die Normbeladung wurde allerdings durch Zusatzbeladung Tabelle 2 Beispiel A – Strom und Beispiel B – Beleuchtung sowie einige Ergänzungen an die örtlichen Belange angepasst. So wird ein WEBER Rettungssatz bestehend aus Hydraulikaggregat, Schneidgerät, Spreizer, versch. Rettungszylinder und weiterem Zubehör zur technischen Hilfeleistung gelagert. Außerdem wird eine Multifunktionsleiter, eine Tauchpumpe, mehrere Hebe- & Dichtkissen, Unterbauschiebeblöcke, eine Rettungssäge im Alucontainer, ein Wasserwerfer Alco HH1260 mit Bodengestell, ein Be- und Entlüftungsgerät Auer mitgeführt. Die Kleinlöschgeräte sind auf einem Teleskopauszug gelagert. Selten benötigte Gerätschaften haben in zwei Dachkästen auf dem Aufbaudach eine Lagermöglichkeit.

 

 

Text: Daniel Hassmann / Weinhold Feuerwehrbedarf GmbH, Heppenheim. Bild: Wolfgang Rotter / MAGIRUS GmbH, Ulm.


zurück