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Lindenfels HLF20 3

Ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) erhielt die Stadt Lindenfels aus dem MAGIRUS Brandschutz Excellence Center in Ulm. Die Stadt Lindenfels beschaffte das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug mit 1.600 Liter Wassertank für die Feuerwehr Lindenfels Mitte. 

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Als Fahrgestell fand ein zwillingsbereiftes IVECO MAGIRUS Eurocargo FF 150 E 30 W mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe vollsynchronisiert, 220 kW / 299 PS Motorleistung mit Euro 5 Abgasnorm und 14.500 kg zulässigem Gesamtgewicht Verwendung. Das viertürige Gruppenfahrerhaus bietet ausreichend Platz für Maschinist und Gruppenführer sowie der Mannschaft inklusive derer persönlicher Schutzausrüstung und diverser Ausrüstungsgegenstände. Ein Ablagekasten mit Schreibplatte ist zwischen Fahrer- & Beifahrersitz montiert. Dieser dient aufgeklappt als Schreibunterlage. Im Ablagekasten sind Schienen für Hängeordner (z. B. Sonderalarmpläne oder Feuerwehrlaufkarten) vorhanden. Die hydraulischen PA-Lagerungen in Fahrtrichtung (integriert in die Rückwand durch eine Hutze) und entgegen der Fahrtrichtung sind für vier Atemschutzgeräteträger geeignet. Als Beleuchtung für den Mannschaftsraum dienen vier LED-Leuchten. Zwei sind in weißer Ausführung und für die Nachtfahrten wurde für den Fahrer blendfreies rotes Licht verbaut.
Der feuerwehrtechnische Alufire3-Aufbau erfolgte bei MAGIRUS im Brandschutz Excellence Center in Ulm. Die tiefgezogene Bauweise vor und hinter der Hinterachse wurde mit einem dreiteiligen Aufbau und sieben Geräteräumen sowie zwei Traversenkästen realisiert. Über der Hinterachse sind links und rechts ausklappbare Kotflügel als Auftritte montiert.
Das Gruppenfahrerhaus in Ganzstahlbauweise wurde lackiert, der Aufbau mittels 3M Folie beklebt – beides in der Farbe RAL 3000 (Feuerrot).
Als zusätzliche Sicherheitsausstattung dient die obligatorische LED-Umfeldbeleuchtung, welche sich auch bei Rückwärtsfahrten automatisch einschalten lässt und eine Rückfahrkamera die über das MAGIRUS HMI im Fahrerhaus angezeigt wird.
Als Sondersignalanlage wurde eine Martinshornanlage mit vier Schallbechern, Rundumkennleuchten B2 auf dem Fahrerhausdach, Frontwarnleuchten Sputnik-Nano im Kühlergrill und dritte Rundumkennleuchten Power LED von Magirus/Hänsch im Fahrzeugheck links / rechts als Designkonsolenelemente verbaut. Alle Leuchten selbstverständlich in moderner LED-Technik. Da das Fahrzeug auch in den weitläufigen Wäldern rund um Lindenfels zum Einsatz kommt, wurde die Sondersignalanlage mit einem Abweiser gegen Astschlag geschützt. Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen befindet sich am Aufbauheck ein Lichtmast mit sechs LED Scheinwerfern (4 x Fern, 2 x Nah), welcher über das 24 Volt Bordnetz betrieben wird und eine Lichtpunkthöhe von etwa 5.600 mm über Flur hat.

Die zweistufige MAGIRUS Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10 / 2000 mit vollautomatischer Primatic Entlüftungseinrichtung, Pumpenvollautomatik und automatischer Tankfüllstandsregulierung – versorgt durch einen innenliegenden 1.600 Liter Wassertank – wurde im Heck des Fahrzeugs verbaut. Die Pumpe versorgt vier B-Abgänge – jeweils seitlich links/2 x rechts und hinten. Als Orientierung für den Maschinisten wurde das MAGIRUS Farbleitsystem im Pumpenraum verwendet (Druckabgänge in rot, Saugeingang/Tankfüllleitung in blau). Eine Schnellangriffshaspel mit 30 Meter formstabilen Druckschlauch steht  zur Außenbrandbekämpfung zur Verfügung.

Die löschtechnische Ausstattung entspricht ebenso wie die feuerwehrtechnische Beladung der DIN 14530-27. Die Normbeladung wurde durch Zusatzbeladung an die örtlichen Belange angepasst. Ein WEBER Rettungssatz bestehend aus Hydraulikaggregat, Schneidgerät, Spreizer, versch. Rettungszylinder und weiterem Zubehör zur technischen Hilfeleistung wird in Geräteraum 1 an einer Drehwand gelagert. Außerdem wird ein Taifun Wassersauger, eine Mast Tauchpumpe, mehrere Hebe- & Dichtkissen, Unterbauschiebeblöcke, ein Trennschleifer, ein Schornsteinfegerwerkzeug im Alucontainer mitgeführt. Auf einer Schlauchhaspel am Heck sind sechs 20 Meter B-Schläuche und Armaturen zur Wasserentnahme gelagert. Die Kleinlöschgeräte sind auf einem Teleskopauszug gelagert. Selten benötigte Gerätschaften haben in einem Dachkasten auf dem Aufbaudach eine Lagermöglichkeit. Text und Bild: Daniel Hassmann / Weinhold Feuerwehrbedarf GmbH, Heppenheim.


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